Humanisten in Mecklenburg‐Vorpommern international engagiert

Solidarität zeigen mit weltanschaulich liberalen Stimmen in anderen Teilen der Welt: Wir unterstützen aktuelle Hilfsprojekte der Humanists International.

Mit der am 21. Juni 2018 gestarteten Fundraising‐Kampagne „Humanists at Risk“ wirbt die IHEU erneut um Unterstützung ihrer Arbeit für die Rechte von Konfessionsfreien und Nichtreligiösen weltweit.

Während es bei uns in der Regel gefahrlos möglich ist, sich als nichtreligiös zu erkennen zu geben, sind in vielen anderen Staaten Menschen ohne religiösen Glauben deswegen der Bedrohung durch Gewalt bis hin zum Mord ausgesetzt. In zwölf Ländern gibt es Gesetze gegen „Blasphemie“, die die Todesstrafe beinhalten. In vielen weiteren Ländern werden Nichtreligiöse unterdrückt, sozial ausgegrenzt und staatlich benachteiligt – teilweise sogar in der Bundesrepublik Deutschland.

Seit langem setzt sich die IHEU bei den Vereinten Nationen und vor Ort in Ländern ohne große Verbände wie unseren dafür ein, die Rechte und die Stimmen von Humanistinnen und Humanisten zur Geltung zu bringen sowie auf Fälle von Gewalt und staatlicher Repression international hörbar aufmerksam zu machen. Seit 2012 dokumentiert der Dachverband die Probleme nichtreligiöser und weltanschaulich liberaler Menschen im Bericht „Freedom of Thought“, der jedes Jahr zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember in aktualisierter Form neu erscheint. Regelmäßig bringt die IHEU beim UN‐Menschenrechtsrat die Geltung der Menschenrechte und Probleme Nichtreligiöser zur Sprache – und setzt sich ebenso für die Rechte von Frauen oder LGBTI ein.

Fundraising‐Website: www.gofundme.com/at-risk ▪ Verbände können die Kontoverbindung erfragen unter office@​iheu.​org

Am Aufruf zur Unterstützung der Fundraising‐Kampagne „Humanists at risk“ hat sich darum auch unser Landesverband mit einem dreistelligen Betrag beteiligt, damit das wichtige Engagement der IHEU in diesem Arbeitsbereich erhalten und ausgebaut werden kann. „Solidarität mit unseren Freundinnen und Freunden weltweit ist für uns selbstverständlich“, sagt Lou Frankenstein als Vorsitzende des HVD Mecklenburg‐Vorpommern zur Spende.

Lou Frankenstein – Foto: HMA / A. Platzek

Mit umgerechnet fünf Euro pro Mitglied stellt unser Beitrag sicherlich nur einen Bruchteil der von der IHEU erbetenen Gesamtsumme dar. Dennoch bin davon überzeugt, dass wir aus Mecklenburg‐Vorpommern so ein symbolisch wertvolles Signal senden und ernsthaft an den Problemen von Humanistinnen und Humanisten in anderen Ländern Anteil nehmen können. Darüber hinaus hoffe ich, unsere Spende kann mehr Menschen hier dazu ermutigen, sich auf diese oder andere Weise international solidarisch zu zeigen.“

Mit einem Beitrag in gleicher Höhe hat sich unser Verband außerdem am aktuellen Spendenaufruf der IHEYO‐Präsidentin Marieke Prien beteiligt.

Mit der Hilfe für den Travel Grant Fund der IHEU‐Jugendorganisation wurde es jungen Humanistinnen und Humanisten aus Ländern ohne starke eigene Organisation ermöglicht, an der IHEU‐Generalversammlung 2018 teilzunehmen, die am Freitag im neuseeländischen Auckland beginnt. Lou Frankenstein dazu: „Wir grüßen alle Delegierten ganz herzlich aus Deutschland und wünschen erfolgreiche Beratungen für das kommende Jahr.“

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